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Jahreslosung 2021

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!

Lukas 6,36



Christus spricht:
"Ich lebe und ihr sollt auch leben!"
Joh.Evangelium 14, 19

Erneut Online-Andachten

In der nächsten Zeit kann in unserer Gemeinde pandemiebedingt kein Sonntagsgottesdienst in Gemeinderäumen und Kirchen gefeiert werden. Stattdessen erproben wir die neue Form "Gottesdienst vor der (Kirchen-)Tür" (siehe Seite "Gottesdienste"). Wir wollen damit unsere gottesdienstlichen Andachten ins Freie verlagern, wo unter Einhaltung der Hygienevorschriften die Ansteckungsgefahr deutlich kleiner ist als in den Räumen.

Außerdem zeichnen wir wieder Online-Andachten auf. Die Andacht zum Sonntag Rogate mit Pastorin Maria Willer, gemeinsam veranstaltet von den Stadtrandgemeinden "Links der Saale", können Sie über folgenden Link aufrufen:
Andacht 09_05.mp4
und dann auf ihrem Rechner oder ggf. auf Ihrem Fernsehgerät anschauen und anhören. (Aufzeichnung und Gestaltung: Martin Felber)

(Die Links für Online-Andachten der vergangenen Sonntage finden Sie auf der Seite "Rückspiegel".)

Die Predigt von Pastorin Costa zum Himmelfahrtsgottesdienst, den wir witterungsbedingt nicht auf dem Sängerplatz in der Trießnitz, sondern in der Burgauer Kirche gefeiert haben, geben wir Ihnen hier im Wortlaut zum Nachlesen:


Predigttext zu Christi Himmelfahrt (Apostelgeschichte 1, 8-11)

„Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“ Als Jesus das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, weg vor ihren Augen. Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern, die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.

Liebe Gemeinde!

Im Haus meiner Weimarer Urgroßeltern hing ein Bild von Christi Himmelfahrt. Das haben wir als Kinder immer etwas ungläubig bestaunt: Eine Wolke, aus der gerade noch zwei Beine herausgucken, bevor auch sie verschwinden. Seine Füße, das war das Letzte, was man von Jesus zu sehen bekam. Hatte er nicht gerade eben noch mit den Jüngern zusammengesessen, gegessen und geredet? Seit vierzig Tagen, also seit Ostern, war Jesus seinen Jüngern bei verschiedenen Gelegenheiten erschienen, bevor er dann am Ölberg letzte und allerletzte Worte an sie richtete: "Kehrt zurück nach Jerusalem, dort werdet ihr mit dem Heiligen Geist getauft! Ja, und dann kommt passiert es: Die Himmelfahrt. Eine Wolke weht herbei und nimmt ihn auf. Und weg ist er. Jesus geht zum Vater, gewiss. Aber dieses Bild mit den Füßen aus der Wolke, dass ist doch eigenartig: Eben noch da und dann weg.

Wann immer ich Konfirmand/innen die Geschichte von Himmelfahrt erzähle, ernte ich ungläubige Blicke, als ob ich ihnen einen Bären aufbinden will. Die Jugend schweigt höflich und denkt sich ihren Teil. Dabei antwortet die Himmelfahrtsgeschichte auf eine wichtige Frage, nämlich: Wo ist Jesus eigentlich jetzt? Denn wenn er gekreuzigt wurde und auferstanden ist, dann heißt das doch irgendwie, dass er lebt, oder? Aber wo wohnt er denn? Und schon ist klar, dass Jesus nach Ostern nicht einfach weitergelebt hat wie vorher. Er lebt, aber doch anders: Er ist für uns lebendig.

Das Glaubensbekenntnis sagt: Er sitzt zur Rechten Gottes. Dort ist er jetzt. Himmelfahrt scheint zu klären, wie er dahin gekommen ist, an die rechte Seite Gottes, also in den Himmel. Tja, der Himmel. Wir lieben die schönen Himmelfahrtsgottesdienste, draußen im Freien mit Posaunenchor und Vogelgezwitscher! Damit der Schauplatz der Handlung immer im Blick ist: Der Himmel. Himmel in der Bibel ist etwas anders als die Flughöhe von Langstreckenflugzeugen. Himmel ist eine andere Sphäre. Darum erzählen wir Kindern, dass die Verstorbenen im Himmel sind. Nahe bei Gott. Oder auch in deinem Herzen oder da, wo wir an sie erinnern.

Der Himmel ist ein Symbol, ein Bild dafür – und doch viel mehr. Menschen vieler Kulturen bringen die Höhe in Verbindung mit dem Göttlichen. Berggipfel, Kirchtürme oder der Ausblick aus dem Flugzeugfenster üben einen ganz eigenen Zauber aus, das faszinierende Gefühl, dem lieben Gott über die Schulter zu schauen. Ein Ort zum Staunen, aber auch zum Fürchten. Dort bin ich entrückt von allem, was mir im Alltag die Sicht verstellt. Der Himmel ist ein Ort der Sehnsucht, wo alles abfällt, was mich unten einschränkt und gängelt. Mit Gott an meiner Seite.

Seine engen Grenzen war Jesus los. Nämlich die Frage, zu welchem Volk er gehört, zu welchem Stand, welcher Familie, welcher Religion. Was er in Bethlehem angenommen hatte, das legte er nun ab. Jesus ist seit Himmelfahrt zurück beim Vater und damit jedem Menschen auf der Welt in seiner Menschengestalt gleich nah: Nur ein Gebet weit weg. Die Jünger konnten das natürlich nicht ahnen. Sie fühlten sich schlicht verlassen. Denn jetzt war er weg, ihr Herr und Lehrer. Wer sagte Ihnen jetzt, was sie tun und lassen sollten? Hier ging es schließlich um das Reich Gottes. Wie sollten sie nur entscheiden in den Fragen der Zukunft? Ohne das Haupt Jesus kamen sie sich schlicht kopflos vor. Am liebsten hätten sie ihm hinterhergerufen: Stopp, nicht weggehen! Wir schaffen es hier nicht alleine. Wer weiß, was wir alles anstellen, wenn du nicht da bist? Wir fahren das Reich Gottes an die Wand! Und wo ist überhaupt das Handbuch? Schau, wir sind einfach Menschen, nicht mal besonders nette oder weitblickende. Lieber Jesus, Himmelfahrt kommt überhaupt nicht infrage! Jesus geht trotzdem. Übrig bleiben die beiden Gestalten in Weiß, die den Jüngern sagen: Ihr Männer von Gliläa, was steht ihr da und seht in den Himmel? (Apostelgeschichte 1,11) Anders ausgedrückt: Hier unten spielt die Musik. Jetzt seid ihr nämlich dran!

Jesus mutete seinen Jünger/innen die Freiheit zu. Alles Weitere lernten sie im Schwung des Heiligen Geistes, der sie zehn Tage später an Pfingsten auf ihre Laufbahn setzte. Gott sei Dank hatten sie sich gegenseitig. Und durch den Heiligen Geist wirkte Gott in ihnen. Zusammen mit anderen glauben, beten, sich streiten und essen, dass macht bis heute Gemeinden stark. Kirche ist ja kein Jesus-Museum, sondern ein Ort, an dem Christus lebt und wirkt. Und der Heilige Geist lockt unsere Gaben hervor: Die Warmherzigkeit des einen, die Nüchternheit der anderen, den praktischen Sinn des Dritten und den prophetischen Weitblick der Vierten – all das ist der Körper der Gemeinde, stark und lebendig. Damit kann es losgehen und dann bis weit über die Grenzen des bisher Bekannten hinaus, bis an die Enden der Erde.

Seither sind Christ/innen erwachsene Töchter und Söhne Gottes. Mal eigenständig und stark, dann wieder schuldig geworden und zerstritten, dann wieder in hoffnungsvoller Gemeinschaft. Auf jeden Fall müssen wir auf eigenen Füßen stehen und anderen begegnen. Himmelfahrt, liebe Gemeinde, scheucht uns hinaus aus den Gemeindehäusern und Kirchen, und das ja auch im übertragenen Sinn. Himmelfahrt rückt uns den Himmel in den Blick. Der Himmel, der über uns aufgeht, der uns frei und froh machen kann, genauso wie der Himmel, der auf uns über geht, der uns erfüllt mit allem Zuspruch, den die Jünger damals von Jesus hörten: Ich gehe heim zum Vater. Jetzt seid ihr dran. Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, um mein Werk fortzusetzen.

Ja, und dann hören wir noch von den beiden Gestalten in ihren weissen Gewändern, die die Jünger fragen: Was steht ihr da und seht gen Himmel? Gilt das nicht auch uns? Es wird Zeit, die frohe Botschaft zu den Menschen zu tragen. Geht hin in alle Welt.

Ich mag Christi Himmelfahrt: Mehr noch draußen als drinnen. Aber der Regen, er kommt aus dem Himmel und ist in Geschenk für alles, was lebt. Und ich höre und begreife, was den Jüngern damals und was uns heute gesagt werden soll: Ihr seid, in dem, was ihr tut, nicht allein. Christus, der Auferstandene, er ist dabei, er ist mittendrin in unserem Tun. Der Auferstandene sagt uns: Jetzt seid ihr dran. Ihr könnt das. Ihr schafft das. Ihr macht das schon. Meinen Geist dazu sende ich euch. Darauf ist Verlass! Amen

 

Gottesdienst in Lichtenhain

Seit längerer Zeit wollen wir wieder in Lichtenhain Gottesdienst feiern.
Am 2. Mai und am 16. Mai gibt es jeweils 10 Uhr an der Kirche Lichtenhain
„Gottesdienste vor der Tür“.  
An beiden Sonntagen lädt Ortrun Helmer zur gleichen Zeit die Kinder zu Wandergottesdiensten ein.

 

 

 

Orgelmusik in der Burgauer Kirche

In unserer Burgauer Dreifaltigkeitskirche finden ab 19. April bis 30. Oktober wieder regelmäßig, fast täglich, 16 Uhr, unter den aktuell notwendigen Sicherheitsvorgaben Orgelmusik-Andachten von ca. 30 min Dauer statt. Dietrich Modersohn spielt aus seinem Repertoire Werke von Pachelbel, Muffat, Bach, Petr Eben, Louis Vierne, Blarr, Bräutigam u.v.a.m. Wundervolle Stücke für Orgel oder z.B. Cembalo und Orgel bringen die besonders gute Akustik unserer Kirche zum Klingen. Der Eintritt ist frei, alle Kollekteneinnahmen kommen der geplanten Restaurierung der wertvollen Christian-Friedrich-Poppe-Orgel von 1796 zugute.

Am Sa. 15.5. spielt das Dirk-Wasmund-Trio (Sax, Akk., Git) ein Programm mit eigenen Liedern. Es gibt u.a. ganz neue Lieder, die auf das Leben unter den Bedingungen der Pandemie abzielen.

Am Fr., 21.5. singt Frau Alena-Maria Stolle passend zum Monat Mai Werke von Fauré, Vierne und Mahler.

Die genauen Termine sind auf der Seite "Gottesdienste" angegeben.

  Unser gemeindliches Informationsblatt "Gemeindespiegel" geben wir gern in jeden Haushalt. Wenn auch Sie es regelmäßig beziehen möchten, wenden Sie sich bitte an_uns, oder Sie laden sich den aktuellen "Gemeindespiegel" als PDF-Datei hier herunter.