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Jahreslosung 2021

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!

Lukas 6,36



Christus spricht:
"Ich lebe und ihr sollt auch leben!"
Joh.Evangelium 14, 19

 

Weiterhin kann bis auf Widerruf in unserer Gemeinde kein Sonntagsgottesdienst mit Gemeindepräsenz gefeiert werden. Deshalb empfehlen wir unsere Sonntags-Andacht online (siehe unten).

Außerdem gibt es in der Passionszeit täglich Montag bis Freitag eine Kurzandacht, die auf der Website des Kirchenkreises Jena zu finden ist (http://www.kirchenkreis-jena.de).

Bibelwoche

Die Bibelwoche feiern wir in diesem Jahr gestreckt über sieben Wochen immer Dienstag 19:30 Uhr als Videokonferenz. Am 16. Februar startete die Reihe recht erfolgreich mit 9 Teilnehmerinnen und Teilnehmern (siehe "Rückspiegel"). Allen gelang es schnell in den virtuellen Gemeinderaum einzutreten.
Wer von zu Hause teilnehmen oder auch nur zuhören möchte, melde sich bitte im Büro oder per E-Mail bei uns, um den aktuellen Veranstaltungslink zu erhalten.

Andacht zum Weltgebetstag am 5. März,
(Prädikantin Cornelia Carnarius ).

Die Andacht ist in unseren Kirchen und dem Gemeindezentrum aufgezeichnet. Sie können sich die Andacht durch Anklicken des Links
"Weltgebetstag.mp4"
anschauen und anhören. (Gestaltung: Martin Felber)

(Die Links für Andachten der vergangenen Sonntage finden Sie auf der Seite "Rückspiegel".)


Der Text der Predigt zum Nachlesen:

Predigt von Cornelia Carnarius zum Weltgebetstag am 5. März 2021

Liebe Gemeinde,
zum heutigen Weltgebetstag freuen wir uns, dass Sie uns begleiten, in ein kleines Paradies in der Südsee, willkommen in Vanuatu. Vanuatu liegt zwischen Australien, Neuseeland und den Fidschiinseln, so paradiesisch gelegen, dass man glauben könnte, hier ist die Welt zu Ende. Stellen Sie sich Traumstrände und Korallenriffe vor, türkisblaues Wasser, überall gedeihen Palmen in voller Pracht.

Jetzt, in einer Zeit, wo wir durch Corona nicht in die Ferne reisen dürfen oder aus anderen Gründen nicht reisen, da ist diese Vorstellung von Sonne, Meer und Strand besonders reizvoll. Als ich das erste Mal von Vanuatu las, da bekam ich Sehnsucht nach diesem kleinen Paradies. Aber, wie meist im Leben gibt es auch eine Kehrseite der Medaille:
Vanuatu ist weltweit das Land, das am stärksten unter Naturkatastrophen und den Folgen des Klimawandels leidet. Mindestens sieben aktive Vulkane und regelmäßige Erdbeben sind eine zusätzliche Bedrohung für das kleine Land und deren Bewohner.
Wenn ich mir die Bilder der Inselbewohner ansehe und wenn ich in die fröhlichen Gesichter der Frauen schaue, dann frage ich mich, woher nehmen sie soviel Kraft und Freude und Gelassenheit? Immer wieder neu zu beginnen, mit dem Wenigen, das man besitzt:
WORAUF BAUEN DIESE MENSCHEN AUF?
Worauf bauen wir in unserer größten Not?
Mir ist das folgende Bild von Juliette Pita aus Vanuatu aufgefallen.


"Cyclon PAM II 13th of March 2015" ©Juliette Pita

Die Malerin benannte das Bild nach dem Zyklon „Pam II“, der am 13. März 2015 mit über 300 km/h über Vanuatu hinwegfegte und zu einer der schwersten Naturkatastrophen in jüngster Vergangenheit führte und das Land schwer verwüstete. Menschen verloren ihr Leben, Vanuatu verlor seine leuchtende Farbe, alles war nur noch braun und grau. Auf der ersten Blick wirkt dieses Bild harmonisch, fast beruhigend.

Lassen Sie uns gemeinsam das Bild entdecken:
Dem Betrachter fällt als erstes in der Mitte des Bildes eine Frau auf, die sich schützend über ein Kind beugt. Die Hände sind zum Himmel gehoben, vielleicht betet sie. Die Frau sucht mit dem Kind Schutz unter einer Kokospalme. Im Hintergrund brechen große Wellen über das Land herein. Die Palmen biegen sich. Man sieht Schiffe, die von der Wucht der Wellen in die Luft gewirbelt werden. Die Menschen beten zu Gott, selbst die, die noch niemals gebetet haben, so sagt es die Malerin.

Liebe Gemeinde, wann beten wir in unserem Leben?
Beten wir erst immer, wenn ein Wirbelsturm naht oder gar schon da ist? Trotz eines ausgeklügelten Frühwarnsystems schaffen es die Menschen nicht immer, sich schnell genug in Sicherheit zu bringen. Sich in Sicherheit bringen? Lassen Sie uns wieder auf unser Bild schauen.
Bedroht und doch geborgen?
Trotz des verheerenden Sturms, trotz der Gewalt der Fluten und trotz der Kokospalme, welche, tief gebeugt, zu brechen droht, sind die zentralen Figuren in dem Bild die Frau und das Kind. In leuchtenden Farben, die Hände zum Himmel erhoben, wirken sie stark und ungebrochen. Die Wurzeln einer Palme geben ihnen Schutz, die geflochtene Kokosmatte wärmt sie. Es ist nicht viel, was sie besitzen.
Der Zyklon wütete eine ganze Nacht. Am Morgen danach sah das Land düster aus. Die Bäume waren braun und hatten keine Blätter mehr. Die meisten Menschen verloren alles, was sie besaßen, einige sogar ihr Leben.

Worauf bauen wir in unserem Leben?
Achten wir genug auf unseren Nächsten?
Achten wir auf Gottes Schöpfung, die Pflanzen und Bäume, die Natur, die Tiere?
Achten wir auf die Bedürfnisse anderer?
Was ist das Kostbarste in Ihrem Leben?
Sind wir manchmal zu schnelllebig?
Sehen wir die Menschen neben uns, auch die stillen und kleinen?
Als Zusammenfassung der Botschaft Jesu in der Bergpredigt gibt es die „Goldene Regel“:
„Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, tut es ihnen ebenso.“
Das sagen auch die Tora und die prophetischen Schriften.

Liebe Gemeinde, wo hören wir zu? Wo handeln wir klug in unserem Leben, in unserem Umfeld mit unserem Mitmenschen?

Die Botschaft der Bergpredigt lautet:
„Selig sind die Armen, die Leidtragenden und Sanftmütigen, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, die Barmherzigen und Friedfertigen.“ Jesus spricht die Verlierer der menschlichen Gesellschaft an und preist sie selig.

Schauen wir noch einmal auf unser Bild: Der breite Rücken der Mutter schützt das Kind, die herabneigende Kokospalme schützt die Mutter. Das Bild könnte auch heißen: „Bedroht und doch geborgen“.
Während des zerstörenden Unheils, welches die Inselbewohner erleben mussten, baten sie Gott, ihnen Hilfe in größter Not zu geben.
Vanuatu – immer noch sollen hier die glücklichsten Menschen der Welt leben. Aber auch der Klimawandel bedroht diesen Inselstaat, das Paradies am anderen Ende der Welt.
Ihre Fröhlichkeit und Freundlichkeit haben die Menschen nicht verloren, aber der Klimawandel, verursacht von den Industrienationen, bringt ihre Lebensgrundlagen in Gefahr.
Sie sagen: „Vanuatu wird ein Paradies bleiben – auch von den Klimaveränderungen lassen wir uns unsere Zufriedenheit nicht nehmen. Wir werden immer die glücklichsten Menschen der Welt bleiben!“
Was den Menschen bleibt, ist ihre Gottesfürchtigkeit und große Dankbarkeit. „Bedroht und doch geborgen. Geborgen in Gottes Hand.“ Die Liebe und der Glaube sind für die Inselbewohner ein festes Fundament.

Liebe Gemeinde,
die Menschen im Südseeparadies bauen auf Sand, aber sie bauen sehr stabil. Sie finden Halt im Glauben, sie sind voller Vertrauen und sie bleiben bodenständig. Es ist nicht viel, was sie brauchen.

Liebe Gemeinde in Vanuatu, wir senden Euch brüderliche Grüße aus unseren Gemeinden und von unseren Mitmenschen. Mögen wir von Euch lernen, von Eurer Unverdrossenheit und Eurem Mut. Mögen wir das Glücklichsein von Euch lernen, glücklich mit ganz Wenigem.

Amen

 



Liebe Gemeinde,
in jedem Gottesdienst bitten wir Sie um Ihre Kollekte.
Wir sammeln in den nächsten Wochen für folgende Zwecke:

Weltgebetstag: Für die christlichen Gemeinden in Vanuatu.

14. 03. 2021: evangelische Kirchengemeinde Jena
21. 03. 2021: Evangelische Arbeitsgemeinschaft Sachsen-Anhalt e. V. und Thüringen. Unterstützung für Familien.
28. 03. 2021: EKM Referat Ökumene. Ökumenische Arbeit in der EKM.


Stets bitten wir aber auch um Spenden für die Arbeit in unserer Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde.

Bitte überweisen Sie Ihre Gaben auf folgendes Konto:
Ev.-Luth. Kirchengemeinde Jena - Bonhoeffergemeinde:
IBAN DE 415 206 041 000 080 112 73

Stichwort s. o. fett gedruckt oder "Bonhoeffer" .

Sie können Ihre Spenden aber auch gern im Gemeindebüro Anna-Siemsen-Str.1 abgeben oder in den dortigen Briefkasten stecken.
(s. Kontakte)

 

  Unser gemeindliches Informationsblatt "Gemeindespiegel" geben wir gern in jeden Haushalt. Wenn auch Sie es regelmäßig beziehen möchten, wenden Sie sich bitte an_uns, oder Sie laden sich den aktuellen "Gemeindespiegel" als PDF-Datei hier herunter.